Geschichte des FFC 07 Bad Aibling e.V.

Als im April 2007 ein neuer Verein in den idyllischen Umkleideräumen des Jahnstadions gegründet wurde und sich den Namen FFC 07 Bad Aibling gab, konnte keiner sagen, ob diesem Club eine verheißungsvolle Zukunft beschieden sein würde.

Die erste Saison begann sogleich mit einer Serie von Freundschaftsspielen, ausgetragen von den beiden "Premierenteams" des FFC, der U9 und der U11. Im folgenden Jahr standen bereits schon drei Frauschaften auf dem Tableau - und mit Andreas Löbig auch ein Trainer für für die ältere Generation. Neben der Teilnahme an den diversen Meisterschaften wurde auch der Sprung nach Klagenfurt gewagt, um bei prächtigsten Badewetter an den United World Games teilzunehmen. Ein weiteres Jahr später folgte bereits der erste Meistertitel für den noch jungen Verein. Die U13 wurde in der Halle Kreismeister im Futsal und Dritter bei den oberbayerischen Hallenmeisterschaften.

Auch Auslandskontakte wurden in der Folgezeit geknüpft: Die U11 konnte sich besonders auszeichnen, indem sie überlegen den ersten Platz bei einem internationalen Turnier in Liechtenstein belegte. Auch die U13 zeigte sich von ihrer besten Seite und war von den tschechischen Teams Slavia Prag und Sparta Prag bei den bayerisch-böhmischen Fußballtagen nicht zu besiegen. Mit unseren A-Juniorinnen nahmen wir ebenfalls am Meisterschaftsbetrieb teil und zeigten uns innovationsfreudig (es war das einzige Mal, dass in Oberbayern eine U19-Juniorinnen-Meisterschaft ausgetragen wurde ).

In der nächsten Saison 2009/2010 gab es in unserem Verein wieder etwas Neues, als erstmalig eine Frauenmannschaft, wenn auch auf dem Kleinfeld und in der Freizeitrunde, zum Spielbetrieb gemeldet werden konnte.

In der daruffolgenden Saison präasentierte sich unsere U13 als "Abräumer" und wurde in ihrer Klasse ungeschlagen Meister. Außerdem nahm sie erfolgreich mit einem vierten Platz an den bayerischen Hallenmeisterschaften teil. Auch die anderen Teams des FFC 07 Bad Aibling konnten immer wieder mit guten Leistungen überzeugen.

In der Saison 2011/2012 gab es Licht und Schatten. Die D-Juniorinnen wurden Herbstmeister - und gewannen in der Rückrunde kein einziges Spiel mehr. Die U15 errang in ihrer Meisterschaftsrunde zwar nur den dritten Rang, konnte aber trotzdem in die BOL ( der höchsten Spielklasse der U15 in Bayern ) aufsteigen. Andere Teams unseres Vereins hatten in dieser Umbruchsaison ziemlich zu kämpfen. Der Umbruch setzte sich mit guten Leistungen, aber auch mit Tiefpunkten in Form des Abstiegs der U15, in der Folgesaison fort. Unvergessen sind aber Höhepunkte wie die AH mit väterlichen Spielern und tränenreichen Trainern. Alex Schmid und Enrico Heckel waren ab nun tatkräftig mit von der Partie.

In der Saison 2013/2014 war endlich auch wieder ein Aufwärtstrend erkennbar. Voller Tatendrang betraten die Frauen das Großfeld, Zafer Ekici coachte, was das Zeug hielt, und eroberte beinahe Augsburg, und auch die anderen Teams hatten sich wieder gefangen. Die Früchte der Arbeit unserer Trainer und unserer Vereinsphilosophie begannen nun, gewaltig zu reifen.

In der Saison 2014/2015 gab es gleich zweimal Grund zu feiern. Die U13 ( zudem auch Hallenkreismeister ) sowie die Frauen wurden nach jeweils großartigen Saisonleistungen mit der prachtvollen Meisterurkunde geehrt. Die U15 hatte sogar zwei Frauschaften zu bieten, und auch bei der U11 traten häufiger einmal zwei Teams an.

Die Folgesaison 2015/2016 war fast zu schön, um wahr zu sein. Fünf Teams des FFC 07 Bad Aibling wurden Meister, drei stiegen in eine höhere Klasse auf. Zugleich gab es so viele Teams und so viele Spielerinnen wie noch nie zuvor in der Vereinsgeschichte.

In der Jubiläumssaison 2016/2017 zeigten sich erneut zwei Teams von ihrer besten Seite. Die U17 stieg zum zweiten Male in Folge auf, und die U13 ließ keinen einzigen Gegentreffer zu. Dazu trat die U13 in der Meisterschaft mit zwei Teams an und hatte folglich auch wunderschöne Vereinsderbys. Ein kleiner Wehmutstropfen im Jubiläumsjahr war die U15, die in der höchsten bayerischen Spielklasse, der BOL, Lehrgeld zahlen musste und trotz teils guter Leistungen, verbunden mit unglücklichen Spielverläufen, am Ende der Saison den Abstieg in die Bezirksliga antreten musste. Pech hat halt manchmal auch der Tüchtige.

Die Erfolge zeigen uns, dass wir mit der Philosophie des Vereins in Form der Abkehr vom Leistungsgedanken und dem Zuschnitt auf die Bedürfnisse von Mädchen und Frauen getreu unserem Motto "Mädchen kicken anders" auf dem richtigen Wege sind. Auch suchen wir zu anderen Vereinen in der Region nicht die Konkurrenz, sondern eine kooperative Zusammenarbeit, denn ein wichtiges Anliegen ist uns, den Frauen- und Mädchenfußball weiter zu entwickeln, der leider auch in aktuellen Zeiten noch ein Schattendasein im Gegensatz zum männlichen Pendant fristet. Stolz blicken wir auch darauf, mit unserem Jubiläum der zweitälteste Frauenfußballverein in Bayern zu sein. Erreicht werden konnte dies alles durch unseren engagierten Trainerstab und viele ehrenamtliche Mitarbeiter.

Ebenso konnten wir zur Saison 2017/2018 fünf neue Schiedsrichter zur Leitung von Spielen im Rahmen der Meisterschaftsrunden des Bfv präsentieren.

2017/2018 war auch das Ende einer Ära: Gründungsmitglieder und Erster Vorstand Dorothea Wolff-Frantzen und Zweiter Vorstand Klaus Danner legten zum Saisonbeginn ihre Ämter nieder. Zehn Jahre lang hatten sie den Verein gemeinsam mit Kirsten Sandtner, die auch weiterhin ihr Amt als Dritter Vorstand behält, geführt und wesentlich zu seinem Ansehen beigetragen. Als neuer Erster Vorstand tritt Claudia Reichert nun in die Fußstapfen Dorothea Wolff-Frantzens, während Johanna Korisanski künftig das Amt des Zweiten Vorstands bekleidet.